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Bürger

Dreyer

Johann Melchior Dreyer

Lebenslauf       

Johann Melchior Dreyer wurde am 24. Juni 1747 als Sohn eines Schmieds in Röttingen geboren. Seine frühe musikalische Ausbildung liegt im Dunkeln, allerdings vermutet man, dass er Chorschüler der Deutschordenskommende auf der Kapfenburg bei Lauchheim war. Fest steht, dass Dreyer das Jesuitengymnasium in Ellwangen vor 1767 besuchte. Aus diesem Jahr gibt es Zeugnisse, die ihn als Sänger, Geiger und Organisten belobigen.

Im Jahr 1767 übernahm Dreyer die Stelle eines Schulmeisters an der "Oberen Schule" in Ellwangen. Zu seinen Pflichten gehörte auch die Leitung der Kirchenmusik in der Marienkirche und der Unterricht einiger Jungen und Mädchen in Gesang, Geigen- und Orgelspiel, wobei der Unterhalt dieser Schüler durch die sogenannte "Geigersche Stiftung" gesichert war.

1779 wurde Dreyer Stiftsorganist, außerdem war er ab 1790 zusätzlich als Chorregent für die Einstudierung und Aufführung von orchesterbegleiteter Vokalmusik zuständig. Später wirkte er auch noch als Kantor an der Stiftskirche, war also auch für den gregorianischen Choralgesang verantwortlich. Diese Posten, die normalerweise auf drei Schultern verteilt waren, hatte Dreyer bis zur Säkularisierung im Jahre 1803 inne. Danach wirkte er weiter als Stadtorganist und städtischer Kapellmeister.
Er verstarb am 22. März 1824.

Als Komponist fühlte sich Dreyer – wohl durch seine berufliche Tätigkeit – besonders der Kirchenmusik verpflichtet, wobei er die Besetzung Soli, Chor und Orchester bevorzugte. Er schuf u. a. über 50 Messen und Requiemvertonungen, darunter gibt es zahlreiche Beispiele der damals beliebten, weil kurzen und einfach auszuführenden, dabei variabel besetzbaren "Land-" oder "Ruralmesse". Außerdem existieren (weltliche) Instrumentalmusikwerke, u. a. Streichquartette, Orgelsonaten und insgesamt 12 Symphonien, die für die fürstpröpstliche Abendunterhaltung und für städtische Konzerte gedacht waren. Die Symphonien sind in Teilen auch während der Gottesdienste musiziert worden.  Abseits der großen Kulturmetropolen komponierte Dreyer Gebrauchsmusik für Laien, die dem damaligen Zeitgeschmack hinterherhinkte. Stilistisch ist Dreyer am ehesten in der Vorklassik anzusiedeln, als Bezugsgröße könnte Michael Haydn, der Bruder Joseph Haydns, gelten. Eingängige Melodik, harmonische Leichtigkeit, einfacher Satzaufbau, brillante instrumentale Oberstimmen und heitere Grundcharaktere prägen die Werke Dreyers. Kontrapunktische Arbeiten oder gar Fugenkompositionen kommen nicht vor. Dreyers Kompositionen, insbesondere die Kirchenmusikwerke, waren bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im mitteleuropäischen Raum verbreitet und beliebt. Ihr allmähliches Verschwinden wurde durch die Bewegung des "Caecilianismus" verursacht, der sich für eine zeitgemäßere, ernsthaftere Kirchenmusik einsetzte.

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