Landesgartenschau aktuell: Stadt ellwangen

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Landesgartenschau aktuell

09|2022 Im Alamannenmuseum entstehen kunstvoll gestaltete Geschichtsstelen"

Rund drei Zentner schwer und gut zwei Meter lang ist jeder der fünf Eichenstämme, die 17 Zwölftklässler des Grundkurses "Kunst" des Ellwanger Peutinger Gymnasiums jeden Mittwoch mit Klüpfel und Schnitzeisen bearbeiten. Nach und nach formen sie Symbole und Motive aus den Stämmen, die auf markante Epochen der Ellwanger Stadtgeschichte hinweisen: Auf die Zeit der Alamannen, auf die Klostergründung 764 oder die Zeit der Hexenverfolgung. In einer Kooperation zwischen Gymnasium, dem Alamannenmuseum und der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH werden bis zum Schaujahr auf diese Weise 15 bis 20 dieser "Ellwanger Geschichtsstelen" entstehen, die bei der Schau und auch schon zuvor ausgestellt werden sollen.

Beim Pressegespräch wurde das Projekt nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Artikel der Lokalzeitungen finden sie hier:

Ipf- und Jagst-Zeitung

Schwäbische Post

LGS-Führung mit dem Stadtarchivar

09|2022 Unterwegs im Areal: Historische und zukünftige Gestaltung entlang der Rotenbacher Straße.
Aufgrund hoher Nachfrage beim ersten Termin bietet die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH einen weiteren Führungstermin mit Stadtarchivar Christoph Remmele an. Am Donnerstag, 29. September, 17 Uhr, wird er von seinen Recherchen über einen Stadtpark in direkter Nachbarschaft zum künftigen Landesgartenschau-Gelände in Ellwangen berichten. Das historische Parkareal zog sich entlang der Rotenbacher Straße, was an einigen Punkten noch heute nachvollzogen werden kann. 1904 hatte die Stadt Ellwangen hier bis hin zum „Rotenbacher Wäldle“ verschiedene Nutzungs- und Aufenthaltsbereiche hochwertig umgestaltet. Unterstützt und beraten wurde die Verwaltung vom einstigen Verschönerungsverein, der in der Ellwanger Umgebung zahlreiche weitere Anlagen unterhielt. Wie der historische Stadtpark aussah und was der Verein darüber hinaus umsetzte wird Stadtarchivar Christoph Remmele in dieser Führung vor Ort berichten. Details zu den LGS-Planungen gibt's obenauf. Anmeldungen unter: https://eveeno.com/lgs-fuehrung29092022.

Wertvoller Erfahrungsaustausch in Neuenburg

09|2022 Treffen der Organisatoren der aktuellen und künftiger Landesgartenschauen.

Oberbürgermeister Michael Dambacher und die LGS-Geschäftsführer Tobias de Haёn und Stefan Powolny waren erneut auf der Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein zu Besuch. Diesmal, um sich mit Vertretern der aktuellen und künftigen Landesgartenschauen zu einem Erfahrungsaustausch zu treffen. Powolny stelle dabei die Planungen vor, Ellwangen an die Jagst zu bringen. In Neuenburg neigt sich das Schauhalbjahr dem Ende zu, dort laufen aktuell die Planungen des „Schlussfestes“. Wangens Oberbürgermeister Michael Lang berichtete vom Stand der Arbeiten in Wangen, wo 2024 die nächste Landesgartenschau stattfinden wird. „Die Erfahrungen zu den jeweiligen Prozessständen miteinander zu teilen ist ungemein hilfreich und bringt alle weiter“, zieht Powolny Bilanz. Austausch zu möglichen Fördertöpfen und strukturellen Leitplanken rundeten die Gespräche ab, die bei einem Rundgang im spätsommerlichen Blumenflor der Schau ausklangen.

Sonderführung mit OB für Grundschulkinder

08|2022 Weitere Führungen im LGS-Gelände – Führung für Kinder am 25. August

Sie werden die sein, die mit am meisten von der Landesgartenschau in Ellwangen profitieren: Die Ellwanger Kinder. Nicht nur, weil im Ausstellungsjahr ein riesiger Naturgarten mit vielen Angeboten auf sie warten wird. Sondern auch darüber hinaus werden sie die vielen Spielmöglichkeiten am Brückenpark und auf dem Auenspielplatz sowie die neugestalteten Aufenthaltsflächen im Areal nutzen können. Und deshalb wollen wir ihnen auch heute schon möglichst auf Augenhöhe die Umgestaltungen und Bauarbeiten erläutern. Oberbürgermeister Michael Dambacher fängt damit an und wird am Donnerstag, 25. August, ab 15 Uhr, eine spezielle Kinderführung für Kinder im Grundschulalter ins LGS-Gelände leiten. Spiele und ein Quizz sowie eine kühle Überraschung werden die Tour zum Erlebnis machen und sollen die Vorfreude wecken. Hier geht's zur Anmeldung.

Weitere reguläre Führungstermine für interessierte Bürgerinnen und Bürger mit Oberbürgermeister Michael Dambacher sind am Donnerstag, 18. August (zur Anmeldung), sowie am Donnerstag, 1. September (zur Anmeldung). Für beide Termine sind noch Plätze frei.

Landesgartenschau Ellwangen spielerisch erleben

07|2022 Studierende der Hochschule Aalen entwickeln Gamification-Konzept für die Landesgartenschau Ellwangen 2026. Ein erstes Konzept zur Digitalisierung der Landesgartenschau (LGS) hat vergangenes Jahr ein Projekt von angehenden Wirtschaftsingenieuren der Hochschule Aalen vorgelegt. Diese Konzept für die LGS-App wurde nun von einer weiteren Hochschulgruppe ergänzt.

Nach dem Motto „Zwei in Eins" sollen mit der LGS-App sowohl zukünftige Besucherinnen und Besucher der Landesgartenschau als auch Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Ellwangen angesprochen werden.  Jetzt wurde ein weiterer Grundstein für die App geleg. In der Kooperation zwischen der Hochschule Aalen und den Organisatoren der Landesgartenschau Ellwangen wurde in einem ersten Schnitt zunächst beleuchtet, welche Funktionen eine LGS-App erfüllen sollte. Im zweiten Teil wurde ein sogennantes „Mockup“, ein nicht funktionsfähiger App-Prototyp zu Darstellungszwecken, erstellt. Jetzt haben sich die Studierenden die Schnittstelle zwischen digitaler und realer Welt vorgenommen: Ein sogenanntes Gamification-Konzept soll spielerische Elemente in die gemeinsame App für die Stadt Ellwangen und die Landesgartenschau integrieren. Dank der App treten lokale Betriebe, der Tourismus in Ellwangen und Aktivitäten in der Natur in den Vordergrund und werden für die Zielgruppen Besucherinnen und Besucher, aber auch Bewohnerinnen und Bewohner von Ellwangen attraktiver. Durch den Besuch von Attraktionen der Landesgartenschau und Sehenswürdigkeiten der Stadt Ellwangen werden mithilfe eines eingebauten Punkte- und Belohnungssystems für die Nutzerinnen und Nutzer großartige Sachpreise und Lose ausgeschüttet. Von Quizzen über Geocaches mit QR-Codes bis hin zu einer großen Schnitzeljagd ist alles dabei.

Nachhaltigkeit wird belohnt

Da bei der Landesgartenschau das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt, sollen Besucherinnen und Besucher zudem für nachhaltiges Verhalten belohnt werden. Wer beispielsweise den Weg zur Landesgartenschau mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich nimmt, soll direkt Punkte gutgeschrieben bekommen, die etwa gegen Brezeln, Eis oder andere Naturalien bei Ellwanger Geschäften eingelöst werden können. „Wir freuen uns alle schon auf die bevorstehende Landesgartenschau in dieser schönen Stadt und sind dankbar, einen Beitrag zu diesem großartigen Event leisten zu dürfen“, so die Entwickler des Gamification-Konzepts Rene Berger, Sven Cellary, Caspar Reiter und Samuel Schwarzer.

Nistkästen helfen Fledermäusen beim Umzug

07|2022 Ein Schülerprojekt schafft Ausweichquartiere für unter Schutz stehende Tiere beim Landesgartenschaubau.

Schon jetzt arbeiten viele Hände an den Umgestaltungen zur Landesgartenschau 2026 in Ellwangen mit, auch wenn man davon noch nicht viel sieht. Die Planungen werden mit allen Beteiligten vorangetrieben und mit kleineren und größeren Begleitprojekten wird die LGS auch in der Ellwanger Bürgerschaft spürbar. So jüngst an der „Schöner-Graben-Schule“, wo Schüler der 7. und 8. Klasse im Rahmen einer Kooperation mit dem Jugend- und Kulturzentrum (JUZE) Nistkästen aus Holz für Fledermäuse zusammengebaut haben. „Das war ein schönes Projekt, das hat viel Spaß gemacht“, zieht Maurice Bilanz, als die fertigen Holzhäuschen bunt gestaltet zum Abschlussfoto präsentiert werden. Insgesamt zwölf Kinder von Klassenlehrerin Sarah Proff haben mitgemacht und sechs Nistkästen gebaut.

Margret Schreg und Jörg Mayer vom JUZE haben die Kinder im Rahmen des Projekts „Naturschutz Ellwangen mach mit!“ betreut. „Wir haben einen guten Kontakt zu den Schulen, bieten immer wieder Aktionen an. Das wird gut angenommen. Und dass wir einen Beitrag zur Landesgartenschau leisten können, ist natürlich besonders schön“, sagt Schreg. Schließlich wird auch das JUZE ein neues Zuhause inmitten des LGS-Areals bekommen. Weitere Nistkästen wurden unter anderem noch an der Kastellschule Pfahlheim gebaut werden, sodass am Ende 20 neue Fledermaus-Domizile im Bereich der Jagstauen in diesen Tagen durch den Bauhof aufgehängt werden konnten. Sie sollen so früh wie möglich den dort ansässigen Fledermauspopulationen Ausweichmöglichkeiten bieten, bevor die ersten Baumfällungen getätigt werden müssen. „Insgesamt sehen die Planungen derzeit 168 Fällungen vor, wir werden aber um die 1000 neue Bäume pflanzen. In der Bilanz werden also 800 Bäume mehr auf dem LGS Gelände stehen“, erläutert Jan Fischer, Projektleiter Auenpark der LGS Ellwangen 2026 GmbH.

Ganz klar: Die Umgestaltungen der Jagstauen im Zuge der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen bedeuten einen großen Eingriff für Flora und Fauna. Damit der so effizient wie umweltverträglich als nur möglich vollzogen werden kann, helfen viele Experten schon im Zuge der Planung mit. „Wir haben im Vorfeld bereits 15 Gutachten angefordert, zu unterschiedlichsten Bereichen, auch zu naturschutzrechtlichen“, sagt Fischer. Einer dieser Experten ist Hans-Georg Widmann vom Büro „VisualÖkologie, Landschaft - Umwelt – Natur“ aus Esslingen. Er hat die Lebensräume in den Uferbereichen der Jagst in den vergangenen Monaten kartiert und nach schutzpflichtigen Arten untersucht. Die Ausgleichsmaßnahme mit den Nistkästen ist ein Teil der Schutzmaßnahmen, die in seinem Gutachten genannt werden. Die Durchführung weiterer Schutzmaßnahmen wird folgen, die ebenso mit ihm und der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts abgestimmt werden. Je früher solche Maßnahmen erfolgen, desto besser: So haben Tier und Natur mehr Zeit, sich an die neuen Angebote zu gewöhnen.

LGS-Führung mit historischer Aufladung

07|2022 Unterwegs im Areal: Historische und zukünftige Gestaltung entlang der Rotenbacher Straße.
In direkter Nachbarschaft zum künftigen Landesgartenschau-Gelände in Ellwangen gab es vor über hundert Jahren bereits einen Stadtpark: Stadtarchivar Christoph Remmele verknüpft seine Recherchen zu dieser historischen Anlage in Ellwangen mit den Planungen zur Landesgartenschau. Am 4. August, 17 Uhr, führt er gemeinsam mit Benjamin Leidenberger (LGS-Mitarbeiter) Interessierte durch das Gelände des früheren Parkareals entlang der Rotenbacher Straße und die Jagst-Aue, wo durch die Landesgartenschau eine neue Anlage entstehen wird. 1904 hatte die Stadt Ellwangen bis hin zum „Rotenbacher Wäldle“ verschiedene Nutzungs- und Aufenthaltsbereiche hochwertig umgestaltet. Unterstützt und beraten wurde die Verwaltung vom einstigen Verschönerungsverein, der in der Ellwanger Umgebung zahlreiche weitere Anlagen unterhielt. Wie der historische Stadtpark aussah und was der Verein darüber hinaus umsetzte wird Stadtarchivar Christoph Remmele in dieser Führung vor Ort berichten. Details zu den LGS-Planungen gibt's obenauf.
Anmeldungen ab sofort unter: https://eveeno.com/jagstfuehrung0408.

Förderkonferenz zur Landesgartenschau (LGS) tagt vor Ort

07|2022 Rundgang über das LGS-Gelände mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Fachreferate des Regierungspräsidiums Stuttgart und anderer Behörden – Koordinierung der Förderkulisse.

Mit Millionenbeträgen unterstützt das Land die Umsetzung von Landesgartenschauen in Baden-Württemberg – und so auch 2026 in Ellwangen. Zur Koordinierung der einzelnen Projektstränge und der verschiedenen zugrunde gelegten Förderprogramme treffen sich Beteiligte verschiedener Referate des Regierungspräsidiums Stuttgart und anderer Behörden mit Vertretern des Landkreises, der Stadtverwaltung und der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH im Halbjahresrhythmus.

Die jüngste Förderkonferenz wurde in Präsenz in Ellwangen abgehalten, wo Oberbürgermeister Michael Dambacher und die LGS-Geschäftsführer Tobias de Haёn und Stefan Powolny die Gäste übers Areal führten und die Pläne für Ellwangen vorstellten. Dr. Kurt Mezger, Leiter der Abteilung „Landwirtschaft, Ländlicher Raum, Veterinär- und Lebensmittelwesen“ des Regierungspräsidiums Stuttgart, zeigte sich beeindruckt von der Weite des Areals: „Wir können uns gut vorstellen, wie die Besucherinnen und Besucher hier spazierend unterwegs sind und Spannendes entdecken. Die Gartenschau bringt wichtige Impulse für Ellwangen, die über 2026 hinauswirken.“

Viele positive Rückmeldungen und einige interessierte Detailnachfragen gab es zu den verschiedenen Planungsaspekten und der Gestaltung der Daueranlagen, die über die Landesgartenschau hinaus für die Bevölkerung erhalten bleiben. Nach dem Rundgang tagte die Gruppe im großen Sitzungssaal des Rathauses. „Diese Koordinierungsrunden sind für alle Beteiligten wertvoll, um voranzukommen, und sie zeigen auch, wie stark das Land Landesgartenschauen und Gartenschauen unterstützt“, sagte Tobias de Haёn.

LGS Führungen in den Sommerwochen

06|2022 Die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH bietet in den Sommerwochen weitere Führungstermine im künftigen LGS-Areal an – vier davon mit Oberbürgermeister Michael Dambacher.

Mit Informationen aus wirklich erster Hand können sich Interessierte vor Ort die geplanten Umgestaltungen für die Daueranlagen der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen erklären lassen. Zusätzlich gibt es zwei Termine mit besonderem Fokus: Einmal wird sich OB Dambacher speziell Kindern widmen und die jüngsten künftigen Besucher über das Gelände führen. Und eine Führung wird sich inhaltlich stark an den ökologischen Aufwertungen orientieren, auf die Gewässerökologe Manuel Redling vom Regierungspräsidium eingehen wird.

Die Termine im Überblick:

> Freitag, 8. Juli, 14.30 Uhr: Führung mit OB Michael Dambacher
Anmeldung unter: https://eveeno.com/jagstfuehrung0807

> Donnerstag, 14. Juli, 17 Uhr, Führung mit Gewässerökologe Manuel Redling
Anmeldung unter: https://eveeno.com/jagtsfuehrung1407

> Donnerstag, 18. August, 17 Uhr Führung mit OB Michael Dambacher
Anmeldung unter: https://eveeno.com/jagstfuehrung1808

> Donnerstag, 25. August, 15 Uhr, Führung für Kinder & Jugendliche OB Michael Dambacher
Anmeldung unter: https://eveeno.com/jagstfuehrung2508

> Donnerstag, 1. September, 17 Uhr, Führung mit OB Michael Dambacher
Anmeldung unter: https://eveeno.com/jagstfuehrung0109

Um eine Voranmeldung wird gebeten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 25 Personen.
Die Führungen sind kostenlos.

Spielplatz-Modelle sind im Rathaus zu sehen

05|2022 Mitmach-Bastelaktion der LGS mit großer Ressonanz

Die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH hat Kindergärten und Grundschulen zum Mitmachen aufgerufen: Bei der Mal- und Bastelaktion „Dein Spielplatz auf der Landesgartenschau“ sollten die Kinder ihre Wunschvorstellungen formulieren. Was folgte war eine wahre Flut an Einsendungen, die im Rahmen der Bürgerinformation am 4. Mai in der Stadthalle präsentiert wurden. Rund 275 Exponate zählte das LGS-Team am Ende, darunter viele kleine und große Modell aus unterschiedlichsten Materialien. „Wir sind total erstaunt gewesen, über die große Zahl an Teilnehmer und wie detailliert sich die Kinder mit ihren Ideen ausgetobt haben. Die Beiträge waren wirklich klasse und deshalb wollen wir sie auch nochmal öffentlich zugänglich machen“, sagt Fabian Gmeiner, Ehrenamtskoordinator der LGS GmbH. Die gebastelten Modelle sind im Foyer des Rathauses aufgestellt und können auch am Sonntag im Rahmen des Ellwanger Frühlings in der Stadt angeschaut werden. „Für die vielen, vielen gemalten Bilder hat uns der Platz nicht gereicht, aber die haben wir abfotografiert und eine Bilderschau daraus erstellt“, erläutert Gmeiner. Diese Werke können so nun auf dem Monitor in der Tourist-Information am Fuchseck und über das Internet (elllwangen2026.de) bewundert werden. Die Ausstellung im Rathaus ist zu den regulären Öffnungszeiten noch bis Freitag, 28. Mai, zu sehen.

Die Bilder, die bei der Mitmachaktion entstanden sind, haben wir fotografiert und digital zusammengeführt. Die Bilderschau findet ihr hier.

Führungen im LGS-Areal mit OB Dambacher

05|2022 Ein grüner Stadtpark, wo heute grauer Asphalt dominiert: Der Schießwasen soll sich zur Landesgartenschau 2026 gewaltig verändern. Brückenpark, Stadtstrand, Auenspielplatz, naturnahe Umgestaltung der Jagst, Neuorganisation des Campingplatzes: Die Pläne zur LGS im Bereich der Daueranlagen sind vielschichtig und detailliert. Oberbürgermeister Michael Dambacher wird darüber am Wochenende des Ellwanger Frühlings bei zwei Führungen im künftigen LGS-Areal informieren. Die Führungen beginnen am Freitag, 13. Mai, um 14 Uhr und am Samstag, 14. Mai, um 10 Uhr. Eine Anmeldung ist erwünscht unter: eveeno.com/lgsfuehrung130522 und eveeno.com/lgsfuehrung14052022.

Fördergeld: „Grundlage für die Planung“

05|2022 Staatssekretärin Sabine Kurtz übergibt Zuwendungsbescheid über 5 Millionen Euro.

110 Millionen Euro hat das Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz über das Förderprogramm „Natur in Stadt und Land“ in den vergangenen Jahren ausgeschüttet und damit viele städtebaulichen Projekte durch Grünraumgestaltung angeschoben, das erläuterte Staatssekretärin Sabine Kurtz im Rahmen eines Besuchs in Ellwangen: Denn an die Landesgartenschau Ellwangen 2026 werden die neuesten Fördergelder fließen. Staatssekretärin Kurtz überreichte im Rathaus den Zuwendungsbescheid über 5 Millionen Euro mit herzlichen Grüßen von Minister Peter Hauck.

„Es ist eine schöne Aufgabe, Sie bei der Planung zu begleiten“, sagte Staatssekretärin Kurtz, auf diesem Weg müsse man die gesamte Bürgerschaft, die ganze Stadt mitnehmen, um die „Zusammenführung von Stadt und Fluss“ erfolgreich umsetzen zu können. „Ich bin mir ganz sicher, dass das hier eine tolle Sache wird.“ Gartenschauen seinen Kulturlandschaften, die für Mensch, Tier und Natur gestaltet würden. CO2-Reduktion, Bio-Diversität sowie das Thema Nachhaltigkeit seien aktuelle Ziele, die bei diesem Projekt umgesetzt werden können. Es sei eine Umgestaltung, von Bewegungsräumen, für mehr Naturbewusstsein, dass die „Menschen langfristig prägt“.

Winfried Mack, Mitglied des Landtags, blickte auf die „ökologische Katastrophe“ zurück, die der Eisenbahnbau und die folgende Jagstbegradigung einst für das Jagsttal brachte. Jetzt werde dem Fluss wieder seine Natürlichkeit zurückgegeben, werden aus Brachflächen neue Kulturlandschaft gestaltet. Gabriele Seefried, Erste Landesbeamtin des Landratsamts, und Marc Calmbach vom Regierungspräsidium Stuttgart sicherten die Unterstützung ihrer Institutionen zu und freuten sich mit der Stadt schon jetzt auf 2026 und alles was dahin passiere.

Die Förderzusage sei „Grundlage der gesamten Planung“ des Gartenschau-Projekts, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher, der im Namen der Stadt dem Ministerium dankte. Vor der Übergabe hatte er Staatssekretärin Sabine Kurtz in Begleitung von Winfried Mack und Gabriele Seefried gemeinsam mit den LGS-Geschäftsführern Tobias de Haёn und Stefan Powolny durch das künftige Schau-Areal geführt und die Planungen erläutert.

 

Das berichtet die Presse darüber: Schwaebische Post und Ipf- und Jagst-Zeitung.

Weitere Messstellen: Grundwasserspiegel wird untersucht

04|2022 Im Zuge der Planungen der naturnahen Umgestaltung der Jagst zur Landesgartenschau 2026 werden weitere Messdaten über das Grundwasserverhalten gesammelt.

Bereits seit September 2019 sammeln insgesamt zwölf Messstellen entlang der Jagst vom Mühlkanal-Wehr bis nach Schrezheim Daten zum Grundwasserstand im Bereich der Aue. Diese Daten sind wichtige Basis für die Gutachten und Prognosen zu den Veränderungen im Grundwasserspiegel verbunden mit dem Rückbau des Wehrs und der naturnahen Umgestaltung der Jagst zur Landesgartenschau 2026. Nun werden insgesamt zehn weitere Messpunkte gesetzt, die die Datenerhebung ergänzen, dies teilt die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH mit. Die Messstellen werden in Zusammenarbeit mit dem regionalen Büro BFI Zeiser aus Ellwangen erhoben. Die neuen Messpunkte liegen im Bereich des Industriegebiets am Mühlgraben, der B290 bei Schrezheim und der Sankt-Antonius-Kapelle sowie in Rotenbach am Blasiusweg. „Wir wollen schon aus dem Status Quo möglichst viele Daten erheben, weil dadurch die Prognosen genauer werden. Natürlich werden wir auch während der Bauarbeiten die Datenlage erheben und auswerten“, sagt LGS-Landschaftsarchtitekt Stephan Brendle. Auch im Hinblick auf ein Beweissicherungsverfahren ist ein möglichst umfangreicher Datensatz wichtig. Die Messstellen selbst sind relativ unscheinbar, die Arbeiten zu deren Einrichtung sollen noch im April umgesetzt werden.

Zeigt uns eure Spielplatz-Vision

04|2022 LGS-GmbH ruft Mitmachaktion zum Basteln und Malen aus.

Wir wollen Idee sammeln und die Vorfreude wecken: Wie stellen sich Ellwanger Kinder den großen Natur-Erlebnis-Spielplatz vor, den wir zur Landesgartenschau 2026 in der Jagstaue bauen wollen? Wir starten eine Mal- und Bastelaktion, bei der den Wünschen und der Fantasie freier Lauf gelassen wird. Unsere Pläne sehen bisher Stege und Netze zum Klettern und Balancieren und Kokons zum Verstecken vor. Wir wollen nun von den Kindern wissen: Rutschen, Trampolin, viel Sand - was muss für sie unbedingt auf den Spielplatz? Wie soll dieser Traumspielplatz inmitten der Natur gestaltet werden?

Ob Zeichnung, Bild oder Collage: Alle Einsendungen (Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH, Bahnhofstraße 6, 73479 Ellwangen) werden mit einem kleinen Dankeschön beantwortet (Absender-Adressse nicht vergessen). Mitmachen kann jeder im Kindergarten- und Grundschulalter, die Aktion läuft bis 30. April. Was dabei herauskommt werden wir der Öffentlichkeit präsentieren.

Der Verfahrensantrag ist eingereicht

02|2022 Wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Landesgartenschau: Wasserrechtliche Genehmigung beantragt.

In sechsfacher Ausfertigung, jeweils zwei DinA4-Ordner mit 8 Zentimeter Rückenstärke ausfüllend, wurde der Antrag für das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren zur Landesgartenschau 2026 in Ellwangen beim Landratsamt, Geschäftsbereich Wasserwirtschaft, Ende Januar eingereicht: Darin wird detailliert aufgezeigt, welche Maßnahmen zur Umgestaltung der Jagst zwischen Schrezheim und Ellwangen zur Landesgartenschau 2026 geplant sind und welche Auswirkungen gegenüber dem Ist-Zustand zu erwarten sind, dies geben das Regierungspräsidium Stuttgart und die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt.

Gutachten zur Hydrogeologie, zur Geotechnik, zum Hochwasserschutz, zum Natur- und Artenschutz, ein landschaftspflegerischer Begleitplan sowie ein Beweissicherungskonzept gehören zum über 400 Seiten starken Antragswerk. Zusammengetragen und erstellt wurde der Antrag in enger Zusammenarbeit des Regierungspräsidiums als Gewässereigentümer, der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH und dem Planungsbüro relais Landschaftsarchitekten Berlin. „Daran haben viele Hände im vergangenen Jahr emsig und unter kooperativer Unterstützung durch das Landratsamt gearbeitet. Es ist schön, dass der Abgabetermin jetzt erfolgt ist. Das ist formell ein wichtiger Meilenstein für uns, denn dieses Genehmigungsverfahren ist Grundlage aller baulichen Veränderung durch die LGS“, sagt LGS-Geschäftsführer Tobias de Haёn. Die Prüfung und Bearbeitung des Antrags werde nun mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Ingenieure untersuchen den Auenboden

02|2022 Landesgartenschau 2026 - Im Zuge der naturnahen Umgestaltung der Jagst bildet das erforderliche „Bodenmanagement“ ein wichtiges Element der Baumaßnahmen ab. Bodenprofilgruben liefern Information.

Große Erdbewegungen werden in den nächsten Jahren das Landschaftsbild im zukünftigen Auenpark der Ellwanger Landesgartenschau prägen, denn im Zuge der naturnahen Umgestaltung der Jagst wird deren Flussbett um 500 Meter verlängert. In vordefinierten Mäandern soll sich der Fluss seinen natürlichen Lauf gestalten – und damit seine ursprünglichen „Schleifen“ zurückerhalten. Wie die Erdarbeiten möglichst effizient und ökologisch verträglich gleistet werden können, benötigt viel planerische Vorarbeit. Jan Fischer, Projektleiter Auenpark - Planung und Bau der Landesgartenschau GmbH, kümmert sich um dieses „Bodenmanagement“: „Ziel ist es, den Eingriff in die sensiblen und wertvollen Bodenschichten so gering als möglich zu halten, sowie den erforderlichen Bodenaushub bestmöglich auf dem Gelände wiederzuverwenden“, sagt Fischer. Doch dazu kommt nicht jede Bodenart in Frage, schließlich soll sich die zukünftige Vegetation optimal entwickeln.

Um mehr Kenntnis über die Bodenverhältnisse zu erlangen ist das Ingenieurbüro „regioplus – ingenieurgesellschaft“ aus Beuren am Freitag in der Aue unterwegs gewesen, um mit einem Minibagger fünf „Profilgruben“ zu graben. Die Wissenschaftler nutzen die Grabungsstellen, um Aufbau und Struktur der Böden zu untersuchen und Proben zu nehmen, die später im Labor auf etwaige Schadstoffbelastung getestet werden. „Wir nehmen auf, welche Bodenanteile kulturfähig sind – also als Wurzelraum für Pflanzen wieder eingebaut werden können - und welche nicht“, erläutert Umweltwissenschaftlerin Aline Werner. Mit den Agrarwissenschaftlern Jörg Schneider (Geschäftsführer regioplus), Lydia Schumacher und Philipp Haas wertet sie die Profilgruben aus: Bodenfarben und Beschaffenheit geben Aufschluss über den Wasser- und Lufthaushalt, zur Nährstoffsituation und über das Prozessverständnis, wie sich der Bodenaufbau gebildet hat.

Die Ingenieure sammeln ihre Informationen auch aus Sondierungen mithilfe von „Bohrstöcken" und nehmen dabei Proben. Dabei wird der Boden händisch mit einem dünnen Rohr bis in einen Meter Tiefe ausgestochen. Insgesamt bereits 60 dieser Sondierungen haben die Bodenkundler im gesamten Areal der künftigen Landesgartenschau genommen, um etwaige Schadstoffbelastungen – natürliche oder durch den Menschen verursachte – auszuschließen. Auf Grundlage der Sondierung können die Expertinnen zudem die Wertigkeit der Böden bestimmen. Weitere rund 20 werden noch dazukommen, um ein vollständiges Bild zu erhalten. „Die Verfüllungen der historischen Jagstarme sind aus dem 19. Jahrhundert oder früher“, sagt Jörg Schneider, also noch vor der anziehenden Industrialisierung und ihren Folgen für die Umwelt. „Aus der Durchsicht der bisherigen Unterlagen erwarten wir keine Problemlagen von den Schadstoffen her.“

Wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind, liefert das Büro einen „Bodenwiederverwertungsplan“ ab, welcher dann in die Planung und in das Baustellenmanagement einfließt. „Ein qualifiziertes Bodenmanagement zeigt die Wichtigkeit einer nachhaltigen Planung und Bauausführung, je geringer und präziser der Eingriff, desto geringer die Kosten und desto höher die Qualität der zukünftigen Auenvegetation“, sagt Jan Fischer. Gleichwohl sei klar, dass es viel Bewegungen geben wird, wenn die großen Bagger anrücken werden.

Brückenpark-Details nehmen Form an

01|2022 LGS-Planer und künftige Nutzergruppen des Brückenparks feilen an der Gestaltung der Sport- und Spielmöglichkeiten.

Per Online-Konferenz auf Einladung der LGS Ellwangen 2026 GmbH traten die Planer der Ellwanger Landesgartenschau um Stephan Brendle, Projektleiter „ Brückenpark“, und Lars Reineke, Projektleiter bei relais Landschaftsarchitekten Berlin, mit Vertretern künftiger Nutzergruppen in Austausch: Ziel der bereits kontinuierlich geführten Abstimmungsgespräche ist die Optimierung der Ausgestaltung des „Brückenparks“, der mit Spiel- und Sportmöglichkeiten ein wichtiges, belebtes Bindeglied auf dem Weg von der historischen Altstadt zur Jagst, in das Gartenschaugelände und die Jagstaue bilden soll, wie Brendle sagte.

Lars Reineke stellte zunächst das Gesamtkonzept der Gestaltung der Daueranlagen unter dem Dreiklang „Natur beobachten – spielen – erfahren“ mit dem Übergang von der naturbelassenen Jagstmäandrierung über die Aue mit Spielmöglichkeiten hin zum Stadtstrand, mit seinem direkten Zugang zum Wasser, mit Beachvolleyballfeldern, Wasserspiel und Riesenschaukeln, vor.

Auf dem Brückenpark soll ein Spiel- und  Sportpark für alle Generationen entstehen, so Reineke, mit Skateanlage, Calisthenics-Anlage, Kletterwänden, Multifunktionsspielflächen für Ballsport, ruhigeren Tischtennis- und Schachbereichen sowie Sitzmöglichkeiten und Ruhezonen in den üppigen umrahmenden Vegetationsräumen.

Von Vertretern des WLSB, des Jugendzentrums – dessen Abriss und Neubau begleitendes Projekt des Stadtbauamts mit eigenem Architekturwettbewerb ist –, vom Stadtverband sporttreibender Vereine, jugendlichen Skatern und Bikern, Jugendvertretern aus den Ellwanger Ortsteilen und des Jugendrats wurde anschließend ein offener, konstruktiver Gesprächsaustausch geführt, in dem viel Lob für die Pläne sowie detaillierte Verbesserungsvorschläge und Anregungen an die Planer herangetragen wurden. Diese sollen im weiteren Verlauf aufgegriffen und bestmöglich eingearbeitet werden. Auch der Austausch mit Sportvereinen und weiteren Nutzergruppen soll fortgeführt werden, sicherte Tobias de Haёn, Geschäftsführer der LGS GmbH, zu. Die Ellwanger Vereinslandschaft vor allem auch mit Blick auf die Nachnutzung der Anlagen einzubeziehen und zu begeistern sahen alle 25 Teilnehmer als wichtig an.

Neugestaltung des Portals zur Stadt ist abgeschlossen

12|2021 Unter Leitung der LGS GmbH wurden der Methodius- und der Karl-Wöhr-Platz neu gestaltet. Pflanzarbeiten werden im Frühjahr erfolgen.

Wenn im Landesgartenschaujahr 2026 die Besucher vom Bahnhof in Richtung Jagstaue pilgern werden, sollen sie beim Betreten der historischen Innenstadt gebührend empfangen werden. Deshalb wurde das „Portal zur Stadt“ zwischen den Landgerichtsgebäuden über den Methodius- und den Karl-Wöhr-Platz zur Schmiedstraße neu gestaltet, um die Wegbeziehung über Fuchseck und Querung Bachgasse zum Ausstellungsareal zu stärken. Von Mai bis Mitte Dezember dauerte die umfangreiche Baumaßnahme, die nun mit einem Pressegespräch mit Oberbürgermeister Michael Dambacher abschließend nochmals erläutert wurde. „Für mich persönlich ist das ein erster Mosaikstein von vielen die noch folgen werden, für die Landesgartenschau und auch für das Team der LGS GmbH, das die Planung und Realisierung geleistet hat“, sagte Dambacher.

Landschaftsarchitekt Stephan Brendle hob auf die Barrierefreiheit ab, die der Durchgang - mit Taktilstreifen am Übergang über den Sebastiansgraben und zur Unterführung sowie der neuen Pflasterbeläge bis zur Schmiedstraße - nun hat. „Der Platz wurde so gestaltet, dass sich die Aufenthaltsqualität erhöht“, sagte Brendle. Ein großer Sandspielbereich mit Kletterpyramide wird von einer Sitzgelegenheit aus Muschelkalk gerahmt. Bessere Wegeführung, Optimierung für Außengastronomie, neue Fahrradstellplätze, Strom- und Wasseranschlüsse: Durch verbesserte Infrastruktur sollen die Nutzungsmöglichkeiten erhöht werden.

Die Baumstandorte wurden reaktiviert und mit Bäumen (Silberlinde und Libanon-Apfel) mit höherer Klimareslilienz (Trockenverträglichkeit) bepflanzt. Eine weitere ökologische Aufwertung erfahren die Plätze durch vergrößerte Grünflächen mit neuer Bepflanzung, die noch im Frühjahr 2022 folgen wird.

Umfangreiche archäologische Untersuchungen durch die Firma Ostalb Archäologie begleiteten die gesamten Bauarbeiten, bei denen Kleinfunde wie Münzen und Fingerhüte, aber auch ein historischer Gewölbekeller zu Tage gefördert wurden. Alles wurde genau vermessen und dokumentiert sowie ausgegrabene Pflastersteine in die neue Oberflächengestaltung als historisches Zeitfenster wieder verbaut.

Zu Verzögerungen war es wegen der archäologischen Begleitung sowie wegen Lieferschwierigkeiten des portugiesischen Granits gekommen, der aufgrund der Pandemie-Auswirkungen in zwei Tranchen und über Umwege nach Ellwangen „gelotst“ werden musste.

Das Methodiusdenkmal wird ebenfalls neu gestaltet. Während das Steinrelief von Hans Scheble am ursprünglichen Platz bleibt, werden die Bronzeplatten, die derzeit von Rudolf Kurz gereinigt werden, im Durchgang bald an ihrem neuen Platz angebracht werden.

Jens Wätzold, Projektleiter des Amts für Vermögen und Bau als Eigentümer der Gerichtsgebäude, betonte die gute Zusammenarbeit bereits in der Planung und Ausführung, durch die auch das Landgericht in der Schmidstraße 1 nun ohne Treppenaufgang erreichbar ist. Er kündigte an, dass die Fassadensanierung beider Gerichtsgebäude bis 2026 abgeschlossen sein soll.

Der geplante Kostenrahmen von 650.000 Euro inklusive der Pflanzflächen könne voraussichtlich gehalten werden, sagte Brendle. Allein 300.000 Euro beträgt die Zuschusssumme aus dem Sanierungsgebiet „Ellwangen Mitte“. Die Firmen Grünplanung Schäfer und Grünanlagen Schwarz sowie das Tiefbauamt und der Baubetriebshof waren maßgeblich an der Umsetzung beteiligt.

Hier findet sich der Bericht der Schwäbischen Post dazu.

So berichtet die Ipf- und Jagst-Zeitung über die Neugestaltung.

Viel Farbe von März bis November

11|2021 Straßenbegleitgrün trotzt dem Standort und entwickelt sich

Als kleine Verweise auf die Landesgartenschau 2026 wurden in Ellwangen Verkehrsinseln neu bepflanzt: Im Mai 2020 im Sebastiansgraben und im April 2021 in der Haller Straße an der Kreuzung mit der Rotenbacher Straße. Die Beete des sogenannten „Straßenbegleitgrüns“ mit verschieden Staudenmischungen entwickeln sich gut, sagt LGS-Planer und Landschaftsarchitekt Stephan Brendle. Noch bis Anfang November bieten sie ein Farbenspiel aus grün und rot leuchtender Steppen-Wolfsmilch (Euphorbia seguieriana ssp. niciciana) und blau blühenden Astern (Aster ageratoides und A. sedifolius ‚Nana‘). Natürlich wird der erste Schnee auch dieses Grün in den Winterschlaf schicken, aber schon im März sollen ersten Zwiebelpflanzen wie lila Krokusse (Crocus etruscus ‚Zwanenburg‘ und C. vernus ‚Flower Record‘) und Wildtulpen (Tulipa praestans ‚Füsilier‘) neu aufblühen.

„Wir pflanzen bewusst Mischungen aus Früh- und Spätblühern, um möglichst lange im Jahr Farbakzente zu setzen“, sagt Brendle. Dabei müssen die Pflanzungen äußerst robust sein. Denn gerade an stark befahrenen Verkehrswegen ist die Schadstoffbelastung durch die Abgase hoch und inmitten der asphaltierten Fahrbahnen herrschen heißere Bedingungen. Hinzu kommt, dass im Winter durch das Streuen der Salzeintrag extrem hoch ist.

Der Vorwurf, dass die Beete mit Schotter abgedeckt wurden und deshalb vor allem in der frühen Phase nach der Neubepflanzung oft den vielzitierten – und in Baden-Württemberg verbotenen – Schottergärten gleichkämen, ärgert den Fachmann: „Das ist kein Vergleich zu den Steinwüsten in manchen Gärten, weil bei uns der Fokus auf dem Lebensraum für die Pflanze liegt.“ Die Stauden aus dem Spektrum der Steppenpflanzen brauchen vielmehr den heißen Effekt des Steinschotters, der wasserdurchlässig ist und der nur eine Deckschicht über dem Mutterboden bildet.

So angelegt kann an diesen eher unwirtlichen Flecken die Biodiversität sogar gesteigert werden, können Insekten dort ihre passenden Lebensräume finden. Natürlich sei an diesen Stellen auch ein geringer Pflegebedarf von Vorteil, sagt Brendle. Aber nach ein, zwei Jahren Anwachsphase begeistere ihn auch die Entwicklung der Stauden, die die kargen Verkehrsräume bunt beleben und mit ihrem Grün das umgebende Grau überlagern. „Das werden richtige Hingucker für Vorbeifahrende“, sagt Brendle.

Gemeinderäte erhalten tiefe Einblicke in Planungsstände

09|2021 Klausur-Tagung des Gremiums mit den Planern der Landesgartenschau.
Um die Gemeinderäte Ellwangens in den fortlaufenden Planungen zur Landesgartenschau auf dem neuesten Stand zu halten, hat das Team der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH einen Klausur-Nachmittag für das Gremium gestaltet. Landschaftsarchitektin Marianne Mommsen Projektleiter Lars Reineke waren vom Berliner Büro relais Landschaftsarchitekten vor Ort, um auf viele Details einzugehen. Nach einer gemeinsamen Informationsrunde in der Stadthalle ging es in die Natur: Mit dem Team der LGS-GmbH wurden die Planungen am Ist-Zustand vom Schießwasen bis in die Jagstaue bei einem Spaziergang erläutert. „Die Rückmeldungen zu den Planungen und auch zum Format waren rundum positiv“, bilanzierten die LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny und Tobias de Haёn. „Uns ist der ständige Informationsaustausch zwischen Planern und Entscheidern wichtig, wir wollen dieses Großprojekt mit allen Kräften gemeinsam vorantreiben und dabei offen sein für Anregungen“, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher. „Wir liegen auf Kurs und freuen uns über jedes Detail, das sich deutlicher darstellt.“

Ellwanger Aufsichtsräte besuchen die LGS Überlingen

09|2021 Gremium der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH informiert sich vor Ort.

Der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH mit Oberbürgermeister Michael Dambacher an der Spitze war am Freitag auf der Landesgartenschau Überlingen zu Besuch. Dort steht die Schau unter dem Motto „Erfrischend – Grenzenlos – Gartenreich“ und ist in vier Parzellen gegliedert: Der Uferpark und die Villengärten direkt am Bodensee und die Rosenobelgärten und die Menzinger Gärten im angrenzenden Stadtbereich.

Vor Ort begrüßt wurde der Tross von Tobias de Haёn, der zusätzlich zu seiner Arbeit als Geschäftsführer der Förderungsgesellschaft für die baden-württembergischen Landesgartenschauen mbH (bwgrün.de) gemeinsam mit Stefan Powolny auch Geschäftsführer der Ellwanger LGS GmbH ist. Edith Heppeler, Geschäftsführerin der Überlinger LGS, erläuterte die landschaftsarchitektonische Idee der Schau, die das Berliner Büro relais Landschaftsarchitekten entwickelt hat – eben jenes Büro, dass auch in Ellwangen die Gestaltung der Daueranlagen plant. Die Ellwanger Aufsichtsräte zeigten sich begeistert von der Gestaltungssprache des Büros, die in Wegeführungen und Raumnutzung durchaus Parallelen zu Ellwangen entdecken lasse.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es weiter in die Villengärten, wo sich im „Treffpunkt grün“ der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. präsentiert. Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler betonte in einem Grußwort die Wichtigkeit der Schau für die strukturelle Entwicklung der Stadt. „Durch die Schau ergeben sich riesige Chancen für Stadt und Region, weil neue Potenziale erweckt werden.“ So wurde in Überlingen beispielsweise der Straßenverlauf der Bahnhofstraße verändert, um im Uferbereich mehr Raum für die Entwicklung eines Strandes zu erhalten. Mit der Besichtigung der Kapuzinerkirche und der Blumenhalle endete der Rundgang über das Schaugelände. Ellwangens OB Michael Dambacher war begeistert: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber mit eigenen Augen zu sehen, zu welchen sensationellen Ergebnissen der Prozess der Umgestaltung führen kann, setzt zusätzliche Energien frei. Konzeptionell und in vielen Details kann man sich nun die Pläne für Ellwangen noch besser vorstellen.“

Führung als Jagst-Spaziergang

08|2021 Die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH bietet Führungen im LGS-Gelände an.

Die Jagst wird im Zuge einer naturnahen Umgestaltung vom Wehr am Mühlgraben bis hinaus nach Schrezheim ihr Auftreten bis 2026 verändern. Und das im großen Stil: Stadtstrand und Brückenpark sollen urbane Qualitäten einbringen, weiter Richtung Südwesten wird der Verlauf immer freier, die Jagst wird aus ihrem Korsett aus Ufersteinen befreit und der Natur wird viel Raum für ihre Entwicklung gegeben werden. Das Ziel für 2026 ist klar definiert: Auf der bisher begradigten Strecke von 1,4 Kilometern wird der Flusslauf auf 2,0 Kilometer verlängert werden, der Fluss wird neue Mäander bekommen und vom Stau- zum durchgängigen Fließgewässer. Wer zu den Details der Planungen weitere Informationen erhalten und dabei den Ist-Zustand vor Augen haben will, sollte sich anmelden: Die LGS Ellwangen 2026 GmbH lädt zu Führungen ins Gelände.

Jeweils mittwochs, am 14., und 21. Juli, von 18 bis 19.30 Uhr, werden die Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmern von den Landschaftsarchitekten Stephan Brendle und Jan Fischer über den Planungsstand informiert. Zur Dokumentation der Teilnahme unter den Vorschriften der Corona-Verordnung ist eine vorherige online Anmeldung nötig, dazu auf den gewünschten Termin klicken: Jagst-Spaziergang am 14.07.21 und Jagst-Spaziergang am 21.07.21. Anmeldeschluss ist der jeweilige Sonntag vor dem Führungstermin. Die Teilnahme ist kostenlos.

Von Gebäuderesten und Musketenkugeln

07|2021 Die Umgestaltung des Karl-Wöhr-Platzes wird von Archäologen begleitet – rund 70 Kleinfunde von Alltagsgegenständen erfreuen die Experten.

Ein Gespräch mit den Mitarbeitenden der Firma Ostalb-Archäologie GbR entwickelt sich schnell zur Fantasiereise ins Ellwangen des 14. und 15. Jahrhunderts. Denn das Team um Geschäftsführerin Dana Herrmann hat unter der Asphaltdeckschicht des Karl-Wöhr-Platzes einiges gefunden, das Rückschlüsse auf diese Zeit zulässt - und Archäologen wie Laien in eine längst vergangene Zeit eintauchen lässt.

Die Grabungen laufen begleitend zur Baumaßnahme der Platzumgestaltung und sind teilweise nicht ganz einfach, denn viele Versorgungsleitungen und Kanalschächte kreuzen den Platz, die bereits ältere Strukturen zerstört haben oder deren Freilegung jetzt verhindern. Doch im nordwestlichen Bereich haben die Fachleute einiges entdeckt: Mauerreste eines Hauses mit Gewölbekeller wurden freigelegt und zahlreiche Kleinfunde gesammelt.

„In Bereichen der Altstadt kann immer etwas kommen“, sagt Dana Herrmann. Diesmal eben Mauerreste eines Hauses – teilweise aus stark verwittertem Mürbsandstein – mit einer Zusatzinformation: „Es muss mal gebrannt haben, das sieht man deutlich an den Brandschichten“, sagt Herrmann. Über das Gebäude, das zur Zeit des Stadtmauerbaus im 14. Jahrhunderts entstanden sein müsse, habe man bisher allerdings keine weiteren Informationen gefunden, auch nicht aus alten Plänen oder im Stadtarchiv. Diverse Münzen, ein Nürnberger Fingerhut (tiefgezogen aus einem Stück Messing), Musketenkugeln, Murmeln, ein Miniatur-Hufeisen von einem Spielzeugpferd, Spinnwirtel (Schwunggewichte von Handspindeln), oder verschiedene Keramikscherben: Insgesamt rund 70 (Klein-)Funde von Alltagsgegenständen zählt das Team bereits; verwaltet werden sie von Archäologin Marina Hinnen.

Wenn die Arbeiten nun in Richtung Methodiusplatz weiterziehen und auch dort die Tragschicht entfernt wird, bleiben die Mitarbeitenden von Ostalb-Archäologie weiterhin vor Ort. Alle Funde werden freigelegt und dokumentiert, bevor die neue Platzgestaltung darüber angelegt wird. „Es ist immer ein Abwägen zwischen den verschiedenen Interessen, wie intensiv man gräbt“, sagt Olaf Goldstein, der als Gebietsreferent Mittelalter- und Neuzeitarchäologie des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart die Untersuchungen angewiesen hat. „Archäologisch ist das höchstspannend. Das ist sicher eine der interessantesten Baustellenbegleitungen der letzten Jahre im Ostalbkreis“, sagt er. Gleichwohl könne die Baustelle wie geplant fortgesetzt werden. Alle Funde würden erfasst und akribisch dokumentiert. Großes Lob gelte dem Team von Ostalb-Archäologie, das seinen Job hervorragend mache und sich mit der Region identifiziere. „Das ist eine schöne Grabung. Wir spüren auch das Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger an unserer Arbeit, die wissen wollen, was wir zu Tage fördern“, zieht auch Dana Herrmann ein positives Zwischenfazit.

Umbauarbeiten an Karl-Wöhr- und Methodiusplatz beginnen

06|2021 Neue Gestaltung des Eingangs zur historischen Innenstadt - Beeinträchtigungen für Fuß- und Radfahrer bis voraussichtlich Oktober

Der Zugang zur historischen Innenstadt durch den Torbogen am Landgericht ist aus Richtung Bahnhof zum Marktplatz hin ein wichtiger Verkehrspunkt – vor allem für Radfahrer und Fußgänger und mit Blick auf die Landesgartenschau 2026. Schließlich sollen künftige Besucher aus dem nördlichen Bereich hauptsächlich auf diesem Weg mit Kontakt zur historischen Innenstadt in Richtung Landesgartenschauareal geführt werden. Deshalb werden in einem städtischen Begleitprojekt der Karl-Wöhr- und der Methodiusplatz umgestaltet, aufgewertet und für die Verkehrsströme optimiert. Baustart der Umbaumaßnahmen ist am Montag, 31. Mai; das Bauende soll voraussichtlich im Oktober sein. Dies teilt die Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH mit, die die Planung im Auftrag der Stadt ausführt. Während der Bauphase sind die beiden Plätze für Fußgänger und Radfahrer teilweise gesperrt, können aber jederzeit über Schmiedstraße und Aalener Straße ortsnah umfahren werden.
In enger Abstimmung mit dem Landratsamt wird die Firma Ostalb-Archäologie die Bauarbeiten begleiten, um etwaige relevante Funde bei den Grabungsarbeiten untersuchen und dokumentieren zu können. Nachdem zu Baubeginn die Platzdecke und Schottertragschichten abgezogen werden, werden die lärmintensiven Arbeiten zunächst während der Dauer des 2. Staatsexamens der Juristen in der KW 23/24 unterbrochen, auch um archäologischen Untersuchungen Zeit zu geben. Erst nach der Freigabe durch die Archäologen sollen die Bauarbeiten fortgeführt werden.
Mit der Ausführung wurde die Firma Grünanlagen Schwarz aus Aalen beauftragt.
Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, etwaige Unannehmlichkeiten und die Verkehrsbeeinträchtigungen durch die Maßnahme zu entschuldigen.

Mitmachaktion: Wir suchen „Ellwangens schönste Gärten“

04|2021 2026 wird in Ellwangen an der Jagst die Landesgartenschau aufblühen und in eindrucksvoller Weise zeigen, wie vielseitig Naherholung und Natur auch im städtischen Kontext gedacht werden können. Den Traum vom eigenen Garten hegen und pflegen nicht erst seit den Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen viele Haus- und Gartenbesitzer. Ob naturnaher Wildwuchs, gepflegtes Grün, bunt blühend, als Ort zur aktiven Freizeitgestaltung oder als Nutzgarten: Den individuellen Vorlieben in der Gartengestaltung sind fast keine Grenzen gesetzt.

Das wollen wir in unseren Social-Media-Kanälen für einen Foto-Mitmachaktion nutzen, um eure Fantasie anzuregen und eure kleinen und großen Freizeit-Oasen miteinander zu teilen:

  • Schickt uns euer schönstes Bild aus euren Gärten, von Erlebnissen im Freien, von euren gärtnerischen Erfolgen, von gelungener Landschaftsgestaltung oder einfach eurem Lieblingsplatz.
  • Lasst uns auch ein paar erklärende Zeilen zu euren Bildern zukommen.
  • Die Fotos müssen von euch selbst gemacht sein, eure eigenen Gärten zeigen und datenschutzrechtlich abgesichert sein (alle abgebildeten Personen müssen mit einer Veröffentlichung einverstanden sein).
  • Einsendeschluss ist der 15. September.
  • Aus den Einsendungen werden wir eine Abstimmung basteln, bei der die Zahl eurer „Likes“ entscheiden soll: Wer die meisten „Stimmen“ sammelt erhält 150, 100 und 50 Euro (erster, zweiter, dritter Platz) als Verbrauchsgutscheinen für einen Gartenmarkt.

Mehr müsst ihr nicht tun: Schickt uns eure Bewerbung per Mail an info@ellwangen2026.de mit dem Betreff „Ellwangens schönste Gärten“. Die Gewinner wollen wir in einer der kommenden Ausgaben der Stadtwerke-Kundenzeitung „Unsere Werke“ vorstellen.

Unsere Fotos hier im Beitrag sind Agenturmaterial und sollen nur als Anregung dienen, sie laufen außerhalb der Konkurrenz.

Blühende Verweise im Straßenverkehr

03|2021 Die Landesgartenschau GmbH setzt in Ellwangen Akzente: 1200 Setzlinge wurden auf Verkehrsinseln in der Haller Straße gepflanzt.

Im Sebastiansgraben leuchteten zuletzt die Tulpen und Traubenhyazinthen in rot und blau, als nächstes werden in der Haller Straße frische Pflanzen der Sonne entgegenstreben: Weitere „öffentlichkeitswirksame Plätze“, so LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny, - wie eben Verkehrsinseln - sollen in Zukunft folgen, um immer wieder auf die Landesgartenschau 2026 zu verweisen. „Wir wollen schon heute im Stadtbild präsent sein, da gehört das Grün auf öffentlichen Plätzen dazu“, sagt Powolny. Landschaftsarchitekt Stephan Brendle erläutert: „In Bereichen wichtiger Verkehrsinfrastruktur, die viel befahren werden, hat man immer das Problem, dass die Pflanzen unter extremen Bedingungen leiden. Wir setzten deshalb auf Staudenmischpflanzungen, die mit Trockenheit und hohem Salzeintrag durch den Winterdienst gut zurechtkommen.“ Dabei kommen einheimische wie fremdländische Arten und Sorten in Frage, die in Küstengegenden oder an sogenannten „Binnensalzstellen“ gedeihen. In der Haller Straße, im Kreuzungsbereich mit der Rotenbacher Straße und bis zur Stadthalle, wurden in dieser Woche die Verkehrsinseln durch Mitarbeiter des Baubetriebshofes mit insgesamt über 1200 Setzlingen bestückt und mit Split, als mineralischem Mulch, bedeckt. „Wir achten bei der Wahl der Bepflanzungen auch darauf, dass über die verschiedenen Vegetationszeiten hinweg dort die Veränderungen der Natur mit ihren verschiedenen Farben zur Geltung kommen“, sagt Brendle. So sollen schon heute auch an vermeintlich unspektakulären Plätzen und Flächen gestaltete Naturräume auf die Landesgartenschau 2026 einstimmen.  

Jagstabstau liefert wichtige Daten für die LGS-Pläne

Änderungen des Grundwasserpegels, exakte Topographie-Vermessungen und Biberpopulation: Für die Planungen zur Landesgartenschau sind umfangreiche Informationen über den Fluss nötig.
Schrittweise um bis zu 1,50 Meter wurde der Pegelstand der Jagst am Stadtmühlenwehr in dieser Woche reduziert. Der Anlass: Umfangreiche Kartierungs- und Vermessungsarbeiten in Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2026. Daten zu erheben sei unverzichtbar mit Blick auf das wasserrechtliche Planfeststellungsverfahren, das der geplanten naturnahen Umgestaltung der Jagst zugrunde zu legen sei, erläuterten die Landschaftsarchitekten Stephan Brendle und Jan Fischer von LGS Ellwangen 2026 GmbH.
Ein Ingenieurbüro sammelte in deren Auftrag Vermessungsdaten im Bereich zwischen Rotenbach und dem Campingplatz. Außerdem lieferte der Abstau wichtiges Zahlenmaterial über die dauerhaft installierten zwölf Messpunkte zur Überwachung des Grundwasserspiegels. Alle erhobenen Werte werden in die laufende Planung einfließen, um die Bestandstopographie zu dokumentieren und künftige Änderungen noch besser prognostizieren zu können.
Der Abstau der Jagst war auch nötig, um Artenschutzbelangen gerecht werden zu können. So waren Niels Hahn, Biberbeauftragter des Regierungspräsidiums Stuttgart, Kreisökologe Stephan Frei und der ehrenamtliche Biberberater Thomas Steiner am Mittwoch vor Ort, um die Ausbreitung der in diesem Bereich ansässigen Biber zu erfassen. „Ohne den Abstau lässt sich der Ist-Zustand nicht so gut erheben, weil die Zugänge zu Biberbauen und -burgen unter der Wasseroberfläche liegen“, erläuterte Hahn. Jede Röhre im Uferbereich wurde genauer untersucht, um Fluchtröhren von Zugängen zu Bauen zu unterscheiden und deren genaue Lage zu ermitteln. Bevor mit der Umgestaltung des LGS-Geländes und Renaturierungsmaßnahmen der Jagst begonnen werden kann, sind gegebenenfalls entsprechende artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen zu beantragen. Ob dies nötig sein wird, werde nun geprüft.
Neben der bekannten Biberburg im Bereich flussaufwärts des Campingplatzes wurde ein zweiter Höhlenbau im Ufer nahe Schrezheim entdeckt. Beide seien angesichts frischer Fraß- und Fußspuren „aktuell genutzte Lebensstätten“. Es gehe um die Integration des Bibers in das LGS-Konzept und nicht um die Vertreibung der Tiere: „Wichtig ist es, das lokale Bibervorkommen schon in der Planung, bei der Gartenschau selbst und auch danach, zu berücksichtigen“, sagte Hahn. Ein mögliches Beispiel für die naturschutzgerechte Umgestaltung der Jagst sei die Anlage von Biber-Kunstbauten, die als Ausweichorte für die Biber an geeigneten Stellen vorgesehen werden könnten.
Im Bereich unterhalb des Jagstbades und bis zum Stauwehr am Mühlgraben ist die Jagst mit Ufersteinen so massiv befestigt, dass dort keine weiteren Biberbauten entdeckt wurden. Die Biber und auch andere Tierarten wurden durch den notwendigen Abstau nicht beeinträchtigt. Bereits am Mittwochnachmittag wurde der Anstau der Jagst gestartet, sodass der Wasserstand bis Ende der Woche wieder den ursprünglichen Stand erreicht haben wird.
„Wir planen eine Großbaustelle, die viele verschiedene Belange tangiert. Umso wichtiger ist es, verschiedenste Informationsgrundlagen ins Planwerk einzuarbeiten“, erläuterte Brendle.

Uferbefestigung wird untersucht

Im Zuge der geplanten Renaturierung der Jagst zur Landesgartenschau 2026 wurden am Freitagvormittag an insgesamt vier Entnahmepunkten „Probeschürfungen“ im Uferbereich durchgeführt. Mit einem Minibagger wurde jeweils die Rinne der Wasserbausteine durchbrochen, um Information zu erhalten, wie die Untergrundstruktur ist. Ein positives Zwischenfazit der ausführenden Firma CDM Smith aus Crailsheim: Es wurden keine Betonfundamente gefunden – was den Rückbau erheblich erleichtern dürfte. Zusätzlich wurde an den Entnahmestellen die Jagst professionell vermessen, um Gewässerprofile zu erstellen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nun in die Planung der Umgestaltung des Uferbereichs einfließen, erläutert Stephan Brendle, Leiter Planung und Bau der LGS Ellwangen 2026 GmbH. 

Pflanzbeet als blühender LGS-Vorbote

03|2021 Bis die Landesgartenschau 2026 in Ellwangen eröffnet, ist es noch lange hin. Doch wer gut aufpasst, kann jetzt schon erste blühende Vorboten entdecken. Auf unseren Kanälen wollen wir eure Blicke  auch auf kleine Details lenken und euch zeigen, wer sich alles um die LGS so kümmert. Zum Beispiel der städtische Baubetriebshof! Am Montag setzten Elisabeth Eichert und Simone Wolf über 1000 neue Blumenzwiebeln in das experimentelle Pflanzbeet im Sebastiansgraben. „Das ist unser Baby“, sagen die Beiden, die sich darum kümmern, dass hier verschiedenste Sorten das ganze Jahr über bunte Blickfänge bieten.

Das Beet ist mit Splitt gemulcht, weil hier eine sehr trockene Umgebung, wie in einer Steppe, simuliert werden soll, erläutert Stadtgärtner Reimund Ortkamp. Trotz steigender Temperaturen und viel Asphalt in der Umgebung sollen hier verschiedenste Arten erblühen, von Krokussen im Frühjahr, bis zu Astern im Herbst, die auch mit wenig Feuchtigkeit zurechtkommen. „Auch durch Stauden und Gräser wird hier immer etwas Farbe zu sehen sein“, sagt Ortkamp. Die Erde wäre zudem viel anfälliger für Zuflug von Samen, was durch Unkraut und ungewünschte Sorten das optische Bild stören würde. „So sammeln wir schon früh Erfahrungen fürs Ausstellungsjahr der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen“, sagt Stephan Brendle, der Leiter des Bereichs Planen und Bau der LGS 2026 Ellwangen GmbH.

Schüler lassen sich LGS-Siegerentwurf erklären

Die Pläne zur Gewinnerarbeit des Architektur-Wettbewerbs sind im Rathaus zu sehen.

Ihren Wandertag nutzten 10.-Klässer der Rosenberger Karl-Stirner-Schule, um sich von LGS-Architekt Stephan Brendle den Siegerentwurf des landschaftsarchitektonischen Wettbewerbs zur Landesgartenschau 2026 in Ellwangen erläutern zu lassen. Das Planwerk des Berliner Büros relais Landschaftsarchitekten ist seit diesem Freitag im Foyer des Ellwanger Rathaus ausgestellt und kann dort zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.

Über 300 Personen hatten die Mitarbeiter der Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH seit der Entscheidung des Preisgerichts Mitte September durch die Wettbewerbsausstellung geführt, die aufgrund der Corona-Verordnung nur zulassungsbegrenzt und temporär aufgebaut werden konnte. Der Siegerentwurf ist nun im Rathaus für die Öffentlichkeit zugänglich ausgestellt. Die Pläne der drei erstplatzierten Büros werden auch online auf der LGS-Homepage vorgestellt und sind einsehbar unter www.ellwangen2026.de.

Öffnungszeiten Rathaus

  • Montag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr + 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
  • Dienstag: 08:00 Uhr bis 14:00 Uhr
  • Mittwoch: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr
  • Donnerstag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr + 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
  • Freitag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Staatssekretärin zu Besuch beim LGS-Team

09|2020 Kurzbesuch Friedlinde Gurr-Hirsch lässt sich das Projekt Landesgartenschau 2026 in Ellwangen vorstellen.

Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium Ländlicher Raum und Verbraucherschutz, sowie Landtagsabgeordneter Winfried Mack waren am Mittwoch in Ellwangen zu Gast, um sich einen Eindruck vom Projekt Landesgartenschau Ellwangen 2026 zu machen. „Wir stehen vor sechs Jahren intensiver Arbeit, um für die Stadtentwicklung Ellwangens durch die Einbindung der Natur an der Jagst neue Maßstäbe zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Michael Dambacher, um auch auf die Bedeutung der LGS über die Ausstellungsdauer hinaus hinzuweisen. In einer kurzen Führung über das Gelände erläuterten die LGS-Geschäftsführer Stefan Powolny und Tobias de Haёn neuralgisch wichtige Punkte auf dem Areal, wie den Mühlgraben, den angedachten Brückenpark mit Überplanung des Jugendzentrums, die Querung Bachgasse oder den Schießwasen als Veranstaltungsfläche, bevor es abschließend ins LGS-Büro in der Bahnhofstraße ging. Dort stellte sich das Mitarbeiterteam der Staatssekretärin vor, danach warb Stefan Powolny dafür, moderne Kommunikationsformen möglichst früh und umfangreich für die Schau zu nutzen: „Wir wollen vor, während und nach der Schau 2026 die digitalen Möglichkeiten voll ausschöpfen, um das Erlebnis Natur intelligent zu inszenieren und zu begleiten.“ Das könne von der VR-Brille über das Online-Ticketing bis zum intelligenten Lichtleitsystem und begleitenden Apps für die Ausstellung reichen. Ihm schwebe vor, die Jagstauen nach 2026 als „digitales Klassenzimmer“ interaktiv nutzbar und damit zum Ausflugsziel auch für auswärtige Schulklassen zu machen. Friedlinde Gurr-Hirsch zeigte sich beeindruckt von der Vision und sicherte größtmögliche Unterstützung an.

LGS GmbH wird lebendig

07|2020 Stadt Ellwangen und bwgrün.de errichten die LGS Ellwangen 2026 GmbH. OB Michael Dambacher und Geschäftsführer Tobias de Haën unterzeichnen beim Notartermin den Gesellschaftsvertrag.

Als Vertreter der Gesellschafter, der Stadt Ellwangen und der Förderungsgesellschaft für die Baden-Württembergische Landesgartenschauen mbH (bwgrün.de), unterzeichneten Oberbürgermeister Michael Dambacher und bwgrün.de-Geschäftsführer Tobias de Haën an diesem Donnerstag den  Gesellschaftsvertrag für die „Landesgartenschau Ellwangen 2026 GmbH“ im Beisein von Notar Bernd Konrad.

Als Geschäftsführer des neuen Unternehmens wurden Stefan Powolny und Tobias de Haën bestellt. Die Stadt Ellwangen übernimmt als Stammeinlage 20.000 Euro, bwgrün.de 10.000 Euro. Ziel der Unternehmung ist die erfolgreiche Planung, Vorbereitung und Ausführung der Landesgartenschau (LGS) in Ellwangen. Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke, soll „Umwelt- und Landschaftsschutz, Volksbildung und Kunst in Ellwangen sowie die Völkerverständigung“ fördern, so das vertraglich fixierte Unternehmensziel. „Wir sind froh, dass wir die Landesgartenschau nun unter eigener Firmierung vorantreiben können“, sagten die Geschäftsführer Powolny und de Haёn. Erste Mitarbeiter sind akquiriert worden, sodass die Arbeit in den Geschäftsräumen der Bahnhofstraße 6 bereits aufgenommen werden konnte.

Oberbürgermeister Michael Dambacher freute sich über einen weiteren Schritt auf dem Weg zur LGS: „Jetzt hat dieses Großprojekt auch seine eigene Adresse.“ Gerhard Hugenschmidt, Präsident des Gartenbauverbands Baden-Württemberg-Hessen als Gesellschafter von bwgrün.de, begleitete den Notartermin in Ellwangen: „Die bwgrün und auch ich freuen uns auf die LGS in Ellwangen. Der Berufsstand ist mit vielen hervorragenden Gärtnereien und Gartenbaubetriebe in der Region sehr gut vertreten und auch die große Resonanz auf die NABU-Aktion ‚Ich blüh auf‘ in Ellwangen zeigt, dass die LGS hier am richtigen Platz ist. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam viel bewegen können.“