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Tourismus

Aktuelles

Neue Sonderausstellung "Goldblattkreuze - Glaubenszeichen der Alamannen"

Im Alamannenmuseum wird derzeit mit Hochdruck die nächste Sonderausstellung vorbereitet. Diese nimmt die Goldblattkreuze der Alamannen in den Blick und präsentiert mit wertvollen Exponaten neue Erkenntnisse zu diesem Thema. Die Kreuze aus dem kostbaren Material stammen größtenteils aus dem 7. Jahrhundert n. Chr. und dienten als Schmuck für das Leichentuch, was sich an den kleinen Nählöchern in den Ecken ablesen lässt. Durch Neufunde, die unter anderem in Lauchheim im Ostalbkreis gemacht wurden, konnte nachgewiesen werden, dass solche Grabbeigaben im Dorf selbst angefertigt wurden, denn Goldblattkreuze aus benachbarten Gräbern weisen dieselben Modelabdrücke auf, müssen also von derselben Hand hergestellt worden sein.
 
Die auf das Gebiet der Alamannen, der Baiuwaren sowie der in Italien ansässigen Langobarden beschränkten Goldblattkreuze, von denen bisher rund 400 bekannt sind, werden als christliche Symbole gedeutet und markieren die letzte Phase der frühmittelalterlichen Beigabensitte, bevor diese um 700 n. Chr. endet. In der gemeinsam von der Stadt Ellwangen und vom Förderverein Alamannenmuseum Ellwangen e.V. getragenen Ausstellung soll diese interessante Fundgattung in den Kontext der Christianisierung der Alamannen gestellt werden. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Verbindung dieses Grabbrauchs mit den frühen Christusdarstellungen dieser Zeit gelegt werden.

Wertvolle Goldblattkreuze werden ab 16. September 2017 in der neuen Sonderausstellung des Alamannenmuseum präsentiert (Foto: Museum).

Die Sonderausstellung mit dem Titel "Goldblattkreuze - Glaubenszeichen der Alamannen" wird vom 16. September 2017 bis zum 8. April 2018 im Alamannenmuseum gezeigt. Neben Sonderführungen zu wechselnden Themenschwerpunkten sind Aktionstage geplant, bei denen eine Goldschmiedin die Herstellung der Goldblattkreuze vorführt, wobei auch die Besucher mit Hand anlegen dürfen. Auch eine Begleitpublikation zur Ausstellung ist in Vorbereitung. Für die Schulen, die mit dem neuen baden-württembergischen Bildungsplan 2016 verstärkt das Thema Christanisierung der Alamannen behandeln, werden eigene museumspädagogische Programme angeboten.
 
Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. 07961/969747 sowie im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich.

Alamannische Goldblattkreuze des 7. Jahrhunderts n. Chr. aus Lauchheim im Ostalbkreis (Foto: Museum).

Sonderausstellung "Goldblattkreuze - Glaubenszeichen der Alamannen"
16.9.2017-8.4.2018

Eine Ausstellung des Alamannenmuseums Ellwangen in Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg

Schirmherrschaft: Seine Exzellenz Bischof Dr. Gebhard Fürst, Diözese Rottenburg-Stuttgart

Die Goldblattkreuze des 6. bis 8. Jahrhunderts, von denen bisher mehr als 420 bekannt sind, stellen eine besonders interessante Fundgattung des frühen Mittelalters dar. Bei diesen in Gräbern angetroffenen Kreuzen aus dünner Goldfolie handelt es sich um Beigaben, die eigens für die Bestattung angefertigt wurden. Diese Folienkreuze wurden einst auf einem Leichentuch oder Schleier aufgenäht dem Toten mit ins Grab gegeben. Ihre Verbreitung beschränkt sich fast ausschließlich auf den Bereich der Alamannen und Baiuwaren in Süddeutschland sowie der Langobarden in Italien.
 
Aufbauend auf den neueren Forschungen zu diesem Thema an der Universität Tübingen beleuchtet die Ausstellung den Grabbrauch der Goldblattkreuze, die als die ersten christlichen Symbole in Süddeutschland zu werten sind, eingebunden in einen Überblick zur Christianisierung der Alamannen.
 
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bischof Dr. Gebhard Fürst, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. In der von ihm als bischöfliches Würdezeichen getragenen Brustkette befindet sich die künstlerische Nachbildung des 1936 gefundenen Goldblattkreuzes von Tübingen-Derendingen, Grab 5.

Begleitprogramm:
 
Aktionstage mit der Goldschmiedin Esther Schneller
Herstellung von Goldblattkreuzen
Goldschmiedevorführungen und Mitmachaktionen
17.9.2017, 13-17 Uhr
 
Weitere Termine
12.11.2017 sowie 28.1. und 25.3.2018
jeweils von 13-17 Uhr
 
Führungen am
1.10. | 5.11. und 3.12.2017 sowie 7.1. | 4.2. | 4.3. und 1.4.2018
jeweils um 15 Uhr
 
Kuratorenführungen mit Martina Terp-Schunter M.A.
18.2.2018 und 8.4.2018
jeweils um 15 Uhr
 
Biographische Führungen zur Christianisierung der Alamannen
mit Jürgen Heinritz
22.10. und 26.11.2017 sowie 14.1. und 18.3.2018
jeweils um 15 Uhr
 
Lichtbildervortrag
Martina Terp-Schunter M.A.

Goldblattkreuze – Zeichen des Glaubens im Frühmittelalter
Das Goldblattkreuz innerhalb des Pektorals von Bischof Dr. Gebhard Fürst gehört zu einer der schönsten und interessantesten Objektgattungen des frühmittelalterlichen Beigabenspektrums. Die erneute Untersuchung und Neubewertung der über 400 Exemplare durch Martina Terp-Schunter, die die Grundlage der Ausstellung bilden, erlauben tiefgreifende Rückschlüsse auf deren rituelle Funktion während des frühmittelalterlichen Bestattungsablaufs. In der Phase eines noch nicht institutionalisierten Christentums in der Zeit vom 6. bis 8. Jahrhundert wurde mit Hilfe der Goldblattkreuze die gesamte Trauergemeinschaft unter das Zeichen des christlichen Glaubens gestellt. Aber warum wurden sie nur von den Alamannen, Baiuwaren und Langobarden genutzt – nicht aber von den Franken?
29.11.2017, 19.30 Uhr
Jeningenheim Ellwangen
 
Für die Schulen, die mit dem neuen Bildungsplan 2016 verstärkt das Thema Christianisierung der Alamannen behandeln, werden eigene museumspädagogische Programme angeboten.
 
Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum@ellwangen.de
www.alamannenmuseum-ellwangen.de
 
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14-17 Uhr
Samstag, Sonntag 13-17 Uhr
sowie nach Vereinbarung
24., 25. und 31.12.2017 geschlossen

Stadt Ellwangen
Spitalstraße 4
73479 Ellwangen
Telefon: +49 (0) 7961 84-0
Telefax: +49 (0) 7961 84-310
info(@)ellwangen.de
Tourist-Information Ellwangen
Spitalstraße 4
73479 Ellwangen
Telefon: +49 (0) 7961 84-303
Telefax: +49 (0) 7961 5 52 67
tourist(@)ellwangen.de
Öffnungszeiten Tourist-Information
Montag und Mittwoch: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr +
14.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Dienstag: 08.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Donnerstag: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr + 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Freitag: 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr
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Samstag: 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
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