Stamm-KompanieReform der ReichsverfassungAls Kaiser Maximillian I. im Jahre 1512 die Reform der Reichsverfassung durchführte und das Reich in 10 Kreise einteilte, wurde auch der "Schwäbische Kreis" geschaffen. Dieser umfasste den Südwesten des Deutschen Reiches, also insbesondere Schwaben. Ihm gehörten an: das Herzogtum Württemberg, 2 badische Markgrafschaften, das Fürstentum Ellwangen (neben 58 anderen geistlichen und weltlichen Fürstentümern und Herrschaften) und unter 31 Reichsstädten: Aalen, Bopfingen, Nördlingen und Dinkelsbühl. Aufgabe dieser Schwäbischen Kreis zusammengefassten "Reichsstände" war es unter anderem, im Falle eines Krieges ein bestimmten Kontingent an ausgebildeten Offizieren und Mannschaften zu stellen. Der Anteil der Stadt Ellwangen an dem 2 Regimenter Kavallerie und 4 Regimenter Infanterie umfassenden Kontingent des Schwäbischen Kreises, belief sich auf eine Stammkompanie zu "40 Stadtsoldaten"-Infanterie, unter dem Kommando eines "Stadtlieutenants", welche in Friedenszeiten den Wachdienst an den 3 Stadttoren übernahmen. Abmarsch der StammkompanieNach dem jeweiligen Abmarsch der Stammkompanie ins Feld übernahm die "Bürgerkompanie" den Dienst in der Stadt. Sie wurde aus Bürgern rekrutiert und bestand aus 1 Lieutenant, 1 Fähndrich, 4 Korporalen, 6 Musikanten, 2 Feldscheerer, 2 Tambours und 40 wehrhaften Männern. Nur zur alljährlichen Übung am 10. August und zu Ehrenparaden wurde sie auf 160 Mann erhöht. Der Fürstpropst musste für das Schloss ebenfalls eine Kompanie Infanterie und einige Kürassiere stellen. Außerdem musste der Fürstpropst in Kriegszeiten, zugleich auch für Stadt und Land Ellwangen, noch 1 Hauptmann und 63 Unteroffiziere und Infanteristen stellen. In Friedenszeiten diente die Schlosskompanie dem Fürstpropst als Garde, wobei die Offiziere zu seinem Hofstaat gehörten. Die Reiter wurden im Frieden als Landgendarmerie verwendet. Mit der Erhebung Ellwangens zur Stadt musste es die Verpflichtung übernehmen, diese als Waffenplatz in verteidigungsfähigem Zustand zu erhalten und zu schützen. Dazu war vorgesehen, dass im Falle eines Angriffs auf die Stadt sämtliche wehrfähigen Männer zur Verteidigung der Stadtmauer antreten mussten. Jeder Bürger hatte die Verpflichtung, sein Leben für den Schutz der Stadt einzusetzen. Institut für ZeitgeschichteDie IfZ-Internetpräsenz umfasst Benutzerinfor- Was ist los in Ellwangen?Musik, Feste, Sport, Kunst und Kultur - alle aktuellen Veranstaltungen in und um Ellwangen finden Sie in unserem aktuellen Kalender. Stadt Ellwangen | Spitalstraße 4 | 73479 Ellwangen | Telefon: 07961 84-0 | Telefax: 07961 84-310
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