GarnisonFrieden von LunevilleAls Herzog Friedrich von Württemberg 1801 durch den Frieden von Luneville (verbrieft und versiegelt im "Reichsdeputationshauptschluss" zu Regensburg im Jahre 1803) sein linksrheinisches Gebiet verloren hatte, wurde ihm 1802 als Ersatz hierfür die gefürstete Propstei samt Stadt- und Landgebiet zugesprochen. In den frühen Morgenstunden des 10. September 1802 rückte die erste württembergische Truppe unter General von Varnbühler in Stärke von 624 Mann vom Bataillon Oberniz, 13 Mann Artillerie mit 2 Kanonen und 78 Chevauxlegers in kriegsmäßiger Ausrüstung in Ellwangen ein. Als sich dann gezeigt hatte, dass ein Widerstand gegen die Abtretung Ellwangens an Württemberg nicht mehr zu befürchten war, erfolgte die Aufhebung der militärischen "Besetzung". Dafür wurde aber dann Ellwangen württembergische Friedensgarnison und am 20. Dezember mit dem neu aufgestellten Infanteriebataillon "Erbprinz" unter dem Kommando des Major von Phull belegt, und das frühere Jesuitenkloster als Kaserne bestimmt. In den folgenden 10 Jahren wurde die Garnison Ellwangen, unter öfterem Auswechseln der Truppenteile ständig verstärkt. Die Kopfzahl stieg bis zum Jahre 1812 auf 1550 an. Die neuere Geschichte der Garnison Ellwangen begann dann wieder zu Beginn des 20. Jahrhunderts, durch den Bau eines Teiles der Mühlbergkaserne. Dann leerte der russische Feldzug die Kaserne fast völlig, da Württemberg Napoleons Verbündeter war. Am 7. August 1816 hörte Ellwangen gänzlich auf, Garnison zu sein. Institut für ZeitgeschichteDie IfZ-Internetpräsenz umfasst Benutzerinfor- Haus der GeschichteDas Haus der Geschichte BW beschäftigt sich mit der Geschichte von Baden, Württemberg und Hohen- Stadt Ellwangen | Spitalstraße 4 | 73479 Ellwangen | Telefon: 07961 84-0 | Telefax: 07961 84-310
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