Tourismus
Stadtmitte Ellwangen

Alamannenmuseum Ellwangen

Lebendiges Museum in der mittelalterlichen Nikolauspflege

Allemannenmuseum Außen

In Ellwangen entstand in den letzten Jahren im Gebäude der mittelalterlichen Nikolauspflege in der Haller Straße 9, direkt an der B 290, ein neues Museum, das Ende September 2001 eröffnet wurde: das Alamannenmuseum Ellwangen.

Anhand bedeutender archäologischer Funde aus ganz Süddeutschland präsentiert das Museum einen Überblick über fünf Jahrhunderte alamannischer Besiedlung vom 3. bis zum 8. Jahrhundert nach Christus.

Im Mittelpunkt stehen dabei die einmaligen Grabungsfunde aus dem nur wenige Kilometer jagstaufwärts gelegenen Lauchheim. Dort wurde seit 1986 nicht nur der bisher größte alamannische Friedhof Baden-Württembergs mit wertvollen Grabbeigaben, sondern auch die dazugehörige alamannische Siedlung mit Herrenhof und mehreren reich ausgestatteten Hofgrablegen ausgegraben.

Die vom Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg durchgeführten Ausgrabungen werden gerade erst wissenschaftlich ausgewertet und wurden bisher noch nirgends so ausführlich gezeigt. Im Alamannenmuseum Ellwangen wird die Zeit der Alamannen auf vielfältige Weise wieder lebendig. Die folgenden Themenschwerpunkte werden besonders vertieft, und zwar mit Forschungsergebnissen, die zum Teil erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden:

  • Weben und Textilhandwerk bei den Alamannen
  • Holzhandwerk der Alamannen
  • Alamannische Gold- und Silberschmiedearbeiten
  • Die Alamannen als die ersten Christen in Süddeutschland

Im Allemannenmuseum

Archäologische Originalfunde

Goldblattkreuz

Neben zahlreichen archäologischen Originalfunden gibt es im Alamannenmuseum auch Inszenierungen zu verschiedenen alamannischen Lebenssituationen in Originalgröße, interaktive Medien mit Bildschirmen und bewegten Bildern sowie zahlreiche Ausstellungselemente zum Anfassen und Mitmachen.

Auch der Museumsgarten mit der dahinterliegenden mittelalterlichen Nikolauskapelle ist in das Museumskonzept eingebunden, zum Beispiel mit einem rekonstruierten Getreidespeicher aus Lauchheim und einem Gemüsegarten der Alamannenzeit.

Im Erdgeschoss beginnt der von dem Archäologen Andreas Gut konzipierte Museumsrundgang mit einem teilrekonstruierten alamannischen Grubenhaus aus Lauchheim mit Webstuhl. Ein durchgehendes, nach oben bis unter das Dach geöffnetes Treppenhaus verbindet alle drei Ausstellungsebenen miteinander. Während im Erdgeschoss die frühe Alamannenzeit, die Zeit der Völkerwanderung, thematisiert wird, geht es in den oberen Stockwerken um die so genannte Merowingerzeit, als Alamannien ein fränkisches Herzogtum war.

Zu den besonderen im Alamannenmuseum ausgestellten Funden gehören Goldblattkreuze aus dünner Goldfolie, die als die ersten christlichen Symbole in Süddeutschland zu werten sind, wie auch die so genannten Totenbäume (Baumsärge), die zum Teil mit doppelköpfigen Schlangen verziert sind. Abgerundet werden die Museumsaktivitäten durch laufende Sonderausstellungen, vielfältige museumspädagogische Angebote für Kinder wie für Erwachsene sowie durch Vortragsveranstaltungen und ähnliche Museumsprogramme. Nach dem Museumsbesuch lädt die Cafeteria und ein Museumsshop zum Verweilen ein.

Archäologische Funde

Kontakt

Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon: 07961 969747
Telefax: 07961 969749
E-Mail schreiben

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag
10:00 Uhr bis 12:30 Uhr
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag und Sonntag    
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Montag
außer feiertags geschlossen

Eintrittspreise                                     

Erwachsene - 3,00 Euro                                        
ermäßigt - 2,00 Euro                                                 
Familie (2 Erwachsene mit Kindern) - 7,00 Euro
Schulklassen pro Schüler - 1,00 Euro
Kinder unter 6 Jahren  - frei
Gruppen ab 12 Personen: pro Person - 2,50 Euro
Führung (max. 25 Personen) - 30,00 Euro

Lage des Alamannenmuseums im Satellitenplan
Lage des Alamannenmuseums im Digitalen Stadtplan

Weitere Informationen

Die OstalbCard

Die Ostalbcard berechtigt Sie zum einmaligen freien Eintritt bei 23 Angeboten - Museen, Bäder und Freizeiteinrichtungen der Erlebnis-Region Schwäbische Ostalb und Stauferland.
Die Ostalbcard ist für 19,00 € bei der Tourist-Information Ellwangen erhältlich.
Weitere Informationen: Zur Homepage "Ostalbkreis"

Museen im Ostalbkreis

Eine Übersicht über die Museen in der Region erhalten Sie auf der Internetseite des Ostalbkreises:

Zur Homepage des Ostalbkreises

Kontakt

Stadt Ellwangen | Spitalstraße 4 | 73479 Ellwangen | Telefon: 07961 84-0 | Telefax: 07961 84-310 | E-Mail schreiben

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