Stadtmitte Ellwangen
Stadtmitte Ellwangen

Abbiategrasso (I)

Vorstadt Castelletto

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Wenn man aus Mailand herauskommt, bevor man in die Stadt hineingeht, trifft man auf die Vorstadt Castelletto, Ortschaft, in der sich der Wasserkanal Naviglio Grande gabelt, um mit dem Namen Naviglio di Bereguardo in Richtung Pavia weiterzufließen. Hier befindet sich auch Palazzo Stampa, eine Villa des 18. Jahrhunderts, in der auch Garibaldi und Mazzini verweilten.

Die Altstadt, die sich über den Rathausplatz erstreckt, ist von einem mittelalterlichen Wassergraben (Fossa Viscontea) umschlossen, der heute allen Besuchern als Stadtpark offensteht. Das Schloß (Castello Visconteo), in der Vergangenheit von großer strategischer Bedeutung wegen der Nähe des Flußes Tessin, zeigt in seinem architektonischen Bau den Stil des späten Trecentos. Im Inneren kann man die vor kurzem restaurierten und wieder zur ursprünglichen Pracht gebrachten Fresken und Sgraffitomalereien bewundern.

Mailänder Architekt Francesco Croce

Das Rathaus, vom Mailänder Architekt Francesco Croce entworfen und im Jahr 1750 gebaut, steht am älteren Marktplatz (Piazza Marconi). Sein geometrisch unregelmäßiger Grundriß ist von Säulengängen umgeben. Die älteren darunter stammen aus dem 14. Jahrhundert und sind mit Schildkapitellen verziert. Demselben Architekt verdanken wir den Entwurf der Petruskirche (Chiesa di S. Pietro) an dem gleichnamigen Platz.

An der Ecke Piazza Marconi und Via Borsani kann man noch ein typisches Beispiel eines lombardischen Hauses des 15. Jahrhunderts bewundern. Weiter trifft man in derselben Straße auf die Bernhard Kirche (Chiesa di San Bernardino), die anläßlich des Besuchs vom Kardinal Federico Borromeo im Jahr 1614 gebaut wurde. Die Restaurierung ist 1988 beendet worden. Die Fassade ist vom Architekt Franco Maria Richini entworfen worden, der in Mailand den Bau vom Palazzo Brera durchführte. Die Innenseite ist einschiffig, mit fünf Seitenaltaren und einer wertvollen Orgel des 19. Jahrhunderts vom Prestinari.

Santa Maria Nuova

Die Basilika Santa Maria Nuova, ist die interessanteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Sie wurde im 14. Jahrhundert (1365-1388) gebaut und der Geburt Mariens gewidmet, um den zukünftigen im hiesigen Schloß geborenen Mailänder Herzog Gian Maria Visconti zu feiern.

Die Innenseite der Kriche ist dreischiffig. Besonders auffällig ist die mit Sgraffitomalereien verzierte Taufkapelle (15. Jahrhundert). Beindrückend sind außerdem auch der Renaissance-Säulengang und der Pronaos, im Jahr 1497 gebaut und dem Meister Donato Bramante zugeschrieben.

Wenn man sich aus dem Rathausplatz nach Süden begibt, trifft man auf die religiöse Anstalt für Unheilbare Pia Casa degli Incruabili, im Jahr 1784 vom habsburgischen Kaiser Joseph II gegründet und von Leopold Pollak entwofen. In der Innenseite kann man noch zwei Säulengänge bewundern, die zum ehemaligen Klarakloster gehörten.

Dem Gebäude gegenüber kann man in der Straße Via Teotti das prächtige Haus der Orsinis bewundern. Heute ist der damalige Sitz der berühmten adligen Familie aus Rom das Vertretungsgebäude der Bank Banca Popolare di Abbiategrasso.

Herrliches Portal aus bossiertem Stein

Einige äußeren Merkmale, wie z.B. das herrliche Portal aus bossiertem Stein, sind typisch für den Stil des 18. Jahrhunderts. Dank der Restaurationsarbeiten hat man noch Fensterteile mit Backsteinspitzbogen in feinster Ausführung entdeckt, die uns ermöglichen, die Originalbaustruktur auf eine frühere Epoche zurückzuführen.

Ganz in der Nähe befindet sich auch die schöne Marienkirche, die älteste Kirche der Stadt und heute im Privateigentum. Am Rande der äußeren Umgehungsstraße ist ein ehemaliges und Mariä Verkündigung gewidmetes Franziskanerkloster (Convento dell´Annunciata), das der Mailänder Herzog Galeazzo Maria Sforza 1469 bis 1472 erbauen ließ, um ein Gelübde zu lösen. Die geplante Restaurierung hat noch nicht ihren Anfang genommen.

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